SAP Berechtigungen Den Berechtigungstrace für die Ermittlung von Vorschlagswerten für kundeneigene Entwicklungen verwenden - SAP Basis

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Den Berechtigungstrace für die Ermittlung von Vorschlagswerten für kundeneigene Entwicklungen verwenden
Konfigurationsvalidierung einsetzen
Umfangreiche Berechtigungen für die Transaktionen SCC4 und SE06 sollten Sie nicht an interne und externe Revisoren vergeben, nur damit diese die Systemänderbarkeit einsehen können. Wir stellen Ihnen den Report vor, der zur Anzeige der Systemänderbarkeit nur die Berechtigungen erfordert, die ein Revisor üblicherweise hat. Es gibt verschiedene Personen, die die Einstellungen zur Systemänderbarkeit in Ihrem System aus bestimmten Gründen einsehen möchten. Dies können Mitarbeiter der internen Revision, Wirtschaftsprüfer oder auch Entwickler sein. Die Anzeige dieser Einstellungen, z. B. über die Transaktionen SCC4 oder SE06 ist an sich unkritisch; allerdings waren dafür bisher Berechtigungen notwendig, die dem soeben beschriebenen Personenkreis üblicherweise nicht zugeordnet werden. Seit SAP NetWeaver 7.0 gibt es alternativ einen Report, der die Einstellungen zur Systemänderbarkeit anzeigt. Dieser Report erfordert nur Anzeigeberechtigungen, die dem oben beschriebenen Personenkreis ohne Bedenken zugeordnet werden können. Die Anwendung dieses Reports und die erforderlichen Berechtigungen stellen wir Ihnen an dieser Stelle vor.

Sie können sich die Inhalte der geprüften Berechtigungsfelder anschauen, indem Sie doppelt auf die jeweiligen Variablen klicken. Auf der Registerkarte Variablen 1 werden die Variablen mit den jeweiligen Werten, die für diese Berechtigungsprüfung herangezogen werden, angezeigt. Diese Werte entsprechen den Werten, die Sie auch im Systemtrace für Berechtigungen sehen. Wenn eine Berechtigungsprüfung mit SY-SUBRC = 0 endet, obwohl keine passenden Berechtigungen vorliegen, prüfen Sie, ob die Prüfung lokal über die Transaktionen SU24 oder global über die Transaktion SU25 bzw. AUTH_SWITCH_OBJECTS abgeschaltet wurde.
Rollenverwaltung
Sollen Ihre Benutzer ihre eigenen Hintergrundjobs freigeben dürfen, benötigen Sie dafür die Berechtigung JOBACTION = RELE zum Objekt S_BTCH_JOB. In diesem Fall dürfen sie alle Jobs zu einem gewünschten Zeitpunkt starten lassen. In vielen Fällen dienen Hintergrundjobs dem fachlichen oder technischen Betrieb der Anwendungen; daher empfehlen wir, diese Hintergrundjobs unter einem technischen Benutzer vom Typ System einzuplanen (sehen Sie auch Tipp 6, »Die Auswirkungen der Benutzertypen auf die Passwortregeln beachten«). Der Vorteil dabei ist, dass die Berechtigungen genauer gesteuert werden können und Sie nicht das Risiko eingehen, dass ein Job nicht mehr läuft, sollte der Benutzer, unter dem er eingeplant war, einmal Ihr Unternehmen verlassen. Die Zuordnung zu einem Systembenutzer können Sie realisieren, indem Sie dem Benutzer, der den Job einplant, eine Berechtigung für das Objekt S_BTCH_NAM erteilen. Im Feld BTCUNAME wird der Name des Step- Benutzers eingetragen, d. h. des Benutzers, unter dem der Job laufen soll, z. B. MUSTERMANN.

Im Gegensatz zur Speicherung der Passwörter in Form von Hash-Werten werden die Benutzer-ID und das Passwort während der Anmeldung des Clients am Anwendungsserver unverschlüsselt übertragen. Dabei wird das Protokoll Dynamic Information and Action Gateway (DIAG) verwendet, das vielleicht etwas kryptisch aussehen mag, aber keine Verschlüsselung darstellt. Außerdem findet auch keine kryptografische Authentifizierung zwischen Client und Anwendungsserver statt. Dies gilt nicht nur für die Kommunikation zwischen der Benutzeroberfläche und dem Anwendungsserver, sondern auch für die Kommunikation zwischen verschiedenen SAP-Systemen mittels Remote Function Call (RFC). Wenn Sie sich also gegen das Abgreifen der Passwörter während der Übertragung schützen möchten, müssen Sie selbst eine Verschlüsselung dieser Kommunikation einrichten.

Im Go-Live ist die Zuweisung notwendiger Berechtigungen besonders zeitkritisch. Die Anwendung "Shortcut for SAP systems" hält dafür Funktionen bereit, so dass der Go-Live nicht wegen fehlender Berechtigungen ins Stocken gerät.

Besondere Vorsicht gilt, wenn Sie generierte Berechtigungsprofile direkt auf der Registerkarte Profile eintragen, da diese Zuweisungen durch den Abgleich von Benutzerzuordnungen mittels der Transaktion PFUD gelöscht werden, wenn für die Zuweisung kein Eintrag auf der Registerkarte Rollen vorhanden ist.

So ist häufig nicht bekannt, dass die Passwortregeln auch für Benutzer vom Typ Kommunikation gelten.
SAP BASIS
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